Mexiko hat offiziell Sargassum – die schwimmende Braunalge, die häufig an der Karibikküste an Land gespült wird – als nationale Fischereiressource anerkannt. Seit dem 7. August 2025 dürfen ausgerüstete Schiffe Sargassum auf hoher See ernten, was eine nachhaltige Bewirtschaftung und industrielle Nutzung ermöglicht.
Diese Initiative, angekündigt vom Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (SADER), zielt darauf ab, jährlich bis zu 945.000 Tonnen zu sammeln. Sargassum kann in Tierfutter, Dünger, Biokraftstoffe, Biokunststoffe, Textilien, Farbstoffe und sogar Baumaterialien umgewandelt werden – und verwandelt so eine langjährige Umweltproblematik in eine wirtschaftliche Chance.

Mit dieser Maßnahme sollen auch die Auswirkungen auf den Tourismus reduziert werden: In der Riviera Maya führte Sargassum in der Vergangenheit zu Strandabsperrungen und einem Rückgang der Besucherzahlen, was die lokale Wirtschaft belastete. Durch die neue Klassifizierung hofft Mexiko, Sargassum bereits vor dem Erreichen der Küste zu managen – zum Vorteil sowohl für die Umwelt als auch für den Tourismussektor.